• A A A

  • Verein

    Vorstellung:

    Der Wittenberger Tagesmütter und -väterverein gründete sich am 28.04.1994.
    Seine Entstehung ist ein Ergebnis des Modellprojekt „Qualifizierung von Tagesmüttern im ländlichen Raum“ der Ländlichen Erwachsenenbildung Sachsen Anhalt e.V., dass vom Bundesministerium für Frauen und Jugend gefördert wurde.

    Das wesentliche Anliegen der Gründung war der Aufbau eines Beratungs- und Betreuungsangebotes in der Region, um interessierten Tagesmüttern und Eltern, insbesondere zu Fragen der Kinderbetreuung in Tagespflege mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
    Der Verein ist weltanschaulich und politisch unabhängig und ein anerkannter gemeinnütziger Verein.
    Er ist freier Träger der Jugendhilfe im Landkreis Wittenberg.
    Von Beginn an besteht die Mitgliedschaft im Bundesverband für Tagesmütter, der in Deutschland und auch auf internationaler Ebene als Fachverband für Tagespflege angesehen wird.

    Zielsetzung:

    Die Kindertagespflege unterstützt und ergänzt die Erziehung des Kindes in der Familie.
    Die Kindertagespflege und die Ansprüche an sie haben sich in den vergangenen 10 Jahren rasant verändert.
    Eltern sind hellhörig geworden. Mehr und bessere Bildung, Erziehung und Betreuung für die Kinder und für die Eltern die Möglichkeit, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren, sind Anliegen aller Beteiligten. D.h. Kindertagespflege ist auch ein aktuelles politisches Thema.
    Die Kinderbetreuung/Kindertagespflege besonders in den Randzeiten erfordert weiterhin eine gemeinsame Anstrengung aller, die sich in diesem Bereich engagieren.
    Der Wittenberger Tagesmütter und -väterverein bemüht sich mit seinen vielfältigen Aktivitäten Tagespflegepersonen und Eltern besonders zu unterstützen.
    Das Wohl des Kindes in allen Formen der Tagespflege wie auch die Anerkennung der Kindertagespflege als familienergänzendes Bildungs- und Erziehungsangebot, sowie die Gleichwertigkeit der Kindertagespflege gegenüber anderen Formen der Kinderbetreuung stehen im Handlungsmittelpunkt.

    Aufgaben:

    Bedarfsgerechter und qualifizierter Ausbau der Kindertagespflege
    gemäß dem geltenden Kinder- und Jugendhilfegesetz.(SGB VIII.) und den entsprechenden Landesregelungen

    Auftrag zur Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes.
    Dabei steht die emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes im Vordergrund.

    Aus- und Weiterbildung von Tagespflegepersonen
    Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Sachkenntnisse und deren Umsetzung in die Praxis.

    Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt, den Landkreisen, Kommunen, Vereinen ,Verbänden, die die Kindertagespflege berühren.

    Darstellung und Vertretung aller Belange der Kindertagespflege in Netzwerken und in der Öffentlichkeit in der Region um Wittenberg.

    Satzung des Wittenberger Tagesmütter Verein e.V. 

    § 1  Name, Sitz, Geschäftsjahr

    1. Der Verein trägt den Namen:

                            Wittenberger Tagesmütter Verein e.V..

    1. Der Sitz des Vereins ist in Lutherstadt Wittenberg.
    2. Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Wittenberg/Stendal eingetragen.
    3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
    4. Der Verein ist Mitglied im Bundesverband für Kindertagespflege e.V. und in der LEB AG Anhalt-Wittenberg e.V.
    5. Der Verein ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

    § 2  Ziele und Aufgaben

    Der Verein setzt sich für die Rechte von Kindern zur Förderung ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten ein.
    Das Wohl des Kindes in allen Formen der Kindertagespflege steht im Handlungsmittelpunkt. Grundlage sind die geltenden Gesetze.
    Der Verein setzt sich für positive Lebensbedingungen der Kinder und ihrer Familien ein.
    Er trägt zum Erhalt und zur Schaffung einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt bei.
    Ziel ist eine qualifizierte Betreuung von Kindern durch Tagespflegepersonen.

    Aufgaben des Vereins sind insbesondere:

    1. Ausbau der Kinderbetreuung in Kindertagespflege in Wittenberg und im Umland gemäß Kinder- und Jugendhilfegesetz in der jeweils geltenden Fassung
    2. Ausbau und Gestaltung einer qualifizierten Beratungs- und Vermittlungsarbeit.
    3. praxisvorbereitende und –begleitende Fortbildungsmaßnahmen für Tagespflegepersonen
    4. Förderung der Erziehung und Bildung zum Wohle der Kinder in der Kindertagespflege
    5. Förderung der Tagespflegepersonen hinsichtlich der fachlichen und methodischen Arbeit in der Kindertagespflege
    6. Kommunikation und Kooperation mit Eltern
    7. Veranstaltungen zum Thema Kindertagespflege
    8. Zusammenarbeit mit anderen auf dem Gebiet der Kindertagespflege tätigen Verbände, Vereine, Institutionen und Verwaltungen
    9. Öffentlichkeitsarbeit über die Tätigkeit des Vereins und der Belange der Kindertagespflege
    10. Mitgestaltung der Rahmenbedingungen der Kindertagespflege mit dem Ziel, bundesweit einheitliche Regelungen zu schaffen.

    Das räumliche Arbeitsgebiet des Vereins erstreckt sich auf die Stadt Wittenberg, den Landkreis Wittenberg, die Stadt Dessau-Roßlau und den Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

    § 3  Gemeinnützigkeit

    1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung 1977 (§51ff AO) in der jeweils gültigen Fassung.
    2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.
    3. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral.

    § 4  Mitgliedschaft und Mitgliedsbeitrag

    1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden, die seine Ziele unterstützt. Der Erwerb der Mitgliedschaft wird vom Vorstand beschlossen.
    2. Über die Höhe des Mitgliedbeitrages entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit. Über Ausnahmen (beitragsfreie Mitgliedschaft) entscheidet der Vorstand.
    3. Der Mitgliedsbeitrag ist mit Beginn des Geschäftsjahres fällig.
    4. Bereits gezahlte Beiträge werden nicht zurückerstattet.
    5. Die Mitgliedschaft endet:
      1. durch Ausschluss aus dem Verein
      2. durch freiwilligen Austritt
      3. mit dem Tod des Mitglieds
    6. Der Austritt ist zum Ende des Geschäftsjahres möglich. Die schriftliche Austrittserklärung muss dem Vorstand bis 01.12. des jeweiligen Jahres vorliegen. Es gilt der Posteingangsstempel.
    7. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes wegen vereinsschädigenden Verhaltens oder Nichtzahlung des Mitgliedbeitrages ausgeschlossen werden. Der Ausschluss wird sofort wirksam, sofern nicht das ausgeschlossene Mitglied innerhalb eines Monats die Mitgliederversammlung gegen den Beschluss anruft. In einem solchen Fall entscheidet die Mitgliederversammlung auf ihrer nächstfolgenden Sitzung über den Ausschluss unter Beachtung der Fristen gemäß § 6. Bis zu dieser Entscheidung ruhen die Rechte des Mitgliedes.
    8. Ein ausscheidendes Mitglied hat keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

    § 5  Organe des Vereins

    Die Organe des Vereins sind:

    a)    Mitgliederversammlung

    b)    Vorstand

    § 6  Mitgliederversammlung

    1. Die Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt und wird vom Vorstand unter Mitteilung der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens 14 Tagen schriftlich einberufen. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.
    2. Der Vorstand kann bei Bedarf eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Die Einberufung hat auch dann zu erfolgen, wenn mindestens zwanzig Prozent der Mitglieder dies schriftlich verlangen.
    3. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Anträge zur Tagesordnung müssen mind. 24 Stunden vor Versammlungsbeginn dem/der Vorsitzenden vorliegen. Eine solche nachträgliche Änderung der Tagesordnung muss von der Mitgliederversammlung genehmigt werden.
    4. Die Sitzung wird von der Vorsitzenden, bei Verhinderung von ihrer Stellvertreterin geleitet. Es ist eine Niederschrift anzufertigen, die von der Leiterin der Sitzung und einem weiteren Mitglied des Vorstandes zu unterzeichnen ist.
    5. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Vertretung eines Mitgliedes durch einen Vertreter seiner Wahl ist möglich.
    6. Die Beschlüsse werden mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimme gefasst. Enthaltungen werden als nicht abgegeben gewertet. Für Beschlüsse über Satzungsanpassung, Satzungsänderungen oder über Auflösung des Vereins sind mind. ¾ der Stimmen aller Vereinsmitglieder erforderlich. Sind weniger als ¾ der Mitglieder anwesend, so entscheidet innerhalb von 8 Wochen eine Mitgliederversammlung über den Gegenstand mit ¾- Mehrheit, ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Vereinsmitglieder.
    7. Eine offene Abstimmung ist zulässig, sofern kein Mitglied widerspricht.

    § 7  Zuständigkeit der Mitgliederversammlung

    Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

    1. Wahl der Mitglieder des Vorstandes
    2. Der Vorstand wird als Block gewählt und legt in der unmittelbar auf die Wahl folgenden, konstituierenden Sitzung die 1. und 2. Vorsitzende und die weiteren Vorstandsfunktionen fest und teilt das Ergebnis der Mitgliederversammlung mit.
    3. Wahl von zwei Rechnungsprüferinnen für die Dauer von 3 Jahren
    4. Genehmigung des Jahresberichtes und der Jahresrechnung
    5. Entlastung des Vorstandes
    6. Beschlüsse über Beiträge
    7. Änderung der Satzung
    8. Auflösung des Vereins
    9. Beschlüsse laut §4 Absatz 7
    10. sonstige Beschlüsse die für die Arbeit des Vereins von besonders großer Bedeutung sind

    § 8  Vorstand

    1. Der Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern:
      – 1.Vorsitzende/r
      – 2.Vorsitzende/r
      – 1 Kassenwart
      – 1 Schriftführer/in
      – 1 Beisitzer/in
    2. Der Vorstand wird für 3 Jahre gewählt. Er bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Er ist Vorstand i.S.d. § 26 BGB. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter die 1.Vorsitzende oder die 2.Vorsitzende, vertreten.
    3. Vorstandsmitglieder erhalten außer dem Ersatz ihrer sachlichen Auslagen keine Vergütung für ihre Vorstand- und Vereinstätigkeiten.
    4. Der Vorstand fasst Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.  Er ist beschlussfähig, wenn mind. zwei Vorstandsmitglieder, darunter die 1. oder die 2. Vorsitzende, anwesend sind.
    5. Der Vorstand kann bestimmte Aufgaben an eine ausgewählte Person (freie Mitarbeiter) übertragen und dessen Leistung vergüten. Reisekosten werden gegen Nachweis vergütet.
    6. Der Vorstand leitet den Verein. Er ist für alle Angelegenheiten zuständig, für die durch Gesetz oder Satzung keine andere Zuständigkeit bestimmt ist. Der Vorstand kann einzelne Angelegenheiten aus seinem Zuständigkeitsbereich auf einzelne Vorstandsmitglieder übertragen.

    § 9  Vorstandssitzungen

    1. Die Vorstandsitzungen finden nach Bedarf, jedoch mindestens zweimal jährlich statt.
    2. In den Vorstandssitzungen werden vor allem solche organisatorischen, finanziellen und personellen Fragen diskutiert, die in die Entscheidungsbefugnis des Vorstandes fallen und für die der Vorstand allein stimmberechtigt ist.

    § 10  Haftungsbeschränkung

    Der Verein und die in seinem Auftrag Handelnden haften nur im Rahmen des Vereinsvermögens, jede weitere Haftung ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist verpflichtet, bei allen im Namen des Vereins erfolgten Rechtsgeschäften auf die Haftungsbeschränkung der Mitglieder hinzuweisen.
    Schadensersatzansprüche kann der Verein gegen den Vorstand nur dann geltend machen, wenn dem Vorstand Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist. Der Schadensersatz ist beschränkt auf typische, vorhersehbare Schäden.

    § 11  Auflösung

    Bei Auflösung des Vereins fällt sein Vermögen nach Abzug aller Forderungen und Verbindlichkeiten an den Bundesverband für Kindertagespflege e.V.

    Lutherstadt Wittenberg, den 31.05.2010